Die Tettnanger Hopfensauparade fand 2006 in der baden-württembergischen Stadt Tettnang im Bodenseekreis in Deutschland statt.
In Zusammenarbeit der Stadt Tettnang mit dem Hopfenpflanzerverband und dem Hopfenmuseum belebten zum fünften Tettnanger Hopfenwandertag über neunzig lebensgroße, individuell gestaltete Hopfensäue den Tettnanger Hopfenpfad, später auch Straßen und Plätze im Stadtgebiet.
Erinnert wird damit an den Brauch zu Zeiten der Handernte bis in etwa die 1950er-Jahre, zu dem bei Ernteschluss beim Hopfenschmaus in jedem Betrieb die „Hopfensau“ gekürt und gefeiert wurde: Den Ehrentitel „Hopfensau“ wurde der Hopfenbrockerin verliehen, die den letzten Hopfenranken abpflückte, verbunden mit (Sau)-Glückwünschen, Geschenken und zum Teil auch mit etwas derben Späßen auf ihre Kosten.
Diese Tierparade adaptiert eine Idee, die seit 1998 schon in anderen Städten erfolgreich war, ursprünglich initiiert durch die Zürcher Kuh-Kultur.
Hopfensauen
Aus den rund dreißig Kilogramm schweren, aus witterungsbeständigem glasfaserverstärktem Kunststoff hergestellten Rohlingen entstanden zum Teil von ortsansässigen Künstlern und Schülern buntbemalte Skulpturen. Sie brachten Farbe und Vergnügen ins Tettnanger Stadtbild, waren Werbung für die Geschäftswelt und brachten am Ende einen finanziellen Zuschuss für das karitative Projekt „Rosario Oeste“ in Brasilien.
Literatur
- Tourist-InfoBüro TIB (Hrsg.): Tettnanger Hopfensauparade. Bodensee Medienzentrum, Tettnang 2007.
- Peter Heidtmann: Grünes Gold – 150 Jahre Hopfenbau in Tettnang. Lorenz Senn, Tettnang 1994, ISBN 3-88812-167-1.
- Karl Heinz Burmeister: Geschichte der Stadt Tettnang. Universitätsverlag Konstanz, Konstanz 1977, ISBN 3-87940-595-6.
Einzelnachweise




