Łaniewo (deutsch Launau) ist ein Dorf in der Landgemeinde Lidzbark Warmiński (Heilsberg) im Powiat Lidzbarski (Heilsberger Kreis) in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren.
Geographische Lage
Das Dorf liegt im ehemaligen Ostpreußen, im historischen Ermland, an der Alle, etwa neun Kilometer westsüdwestlich von Heilsberg (Lidzbark Warmiński) und 63 Kilometer südlich von Königsberg.
Geschichte
Im 18. Jahrhundert gehörte das Dorf Launau zum Amt Heilsberg. 1785 wird es als ein königliches Dorf mit 42 Feuerstellen (Haushaltungen) beschrieben.
Während der Schlacht bei Heilsberg am 10. Juni 1807 zwischen französischen Truppen unter Napoleon Bonaparte einerseits und russischen sowie preußischen Truppen andererseits fand nachmittags bei Launau ein Gefecht statt.
Das Dorf Launau hatte am 1. Dezember 1913 eine Flächengröße von 1149,3 Hektar und 107 viehhaltende Haushaltungen; gezählt wurden unter anderem 229 Pferde, 433 Stück Rindvieh, 139 Schafe und 557 Schweine. Auf der Gemarkung des Dorfs standen 408 Apfelbäume, 222 Birnbäume, 205 Kirschbäume und 305 Pflaumen- und Zwetschgenbäume.
Am 1. April 1927 hatte der Forstgutsbezirk Launau eine Flächengröße von 1309 Hektar, und am 16. Juni 1925 hatte dieser Gutsbezirk zehn Einwohner. Zu denselben Zeiten hatte der benachbarte Gutsbezirk Sperlings eine Flächengröße von 376 Hektar und 101 Einwohner. Am 30. September 1928 wurden der Forstgutsbezirk Launau und der Gutsbezirk Sperlings in die Landgemeinde Launau eingegliedert.
Am 1. April 1927 hatte der benachbarte Gutsbezirk Zechern eine Flächengröße von 809 Hektar, und am 16. Juni 1925 hatte dieser Gutsbezirk 105 Einwohner. Am 30. September 1929 wurde der Gutsbezirk Zechern in die Landgemeinde Launau eingegliedert.
Im Jahr 1945 gehörte die Landgemeinde Launau zum Landkreis Heilsberg im Regierungsbezirk Königsberg im Gau Ostpreußen des Deutschen Reichs.
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Region im Frühjahr 1945 von der Roten Armee besetzt. Anschließend wurde Launau zusammen mit der gesamten südlichen Hälfte Ostpreußens von der Sowjetunion besatzungsrechtlich der Volksrepublik Polen zur Verwaltung überlassen. Der Ortsname wurde zu ‚Łaniewo‘ polonisiert. In der Folgezeit wurde die einheimische Bevölkerung von der polnischen Administration aus dem Kreisgebiet vertrieben.
Demographie
Literatur
- Launau, Dorf, Kreis Heilsberg, Regierungsbezirk Königsberg, Provinz Ostpreußen, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Launau (meyersgaz.org)
- Sperlings, Rittergut, Kreis Heilsberg, Regierungsbezirk Königsberg, Provinz Ostpreußen, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Sperlings (meyersgaz.org)
- Zechern, Rittergut, Kreis Heilsberg, Regierungsbezirk Königsberg, Provinz Ostpreußen, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Zechern (meyersgaz.org)
Weblinks
- Amtsbezirk Reimerswalde (Territorial.de)
Einzelnachweise




